AKTUELLES
Bürgerdialog_Stromnetz
21.11.2018

Am 5.11.2018 gastierte der „Bürgerdialog Stromnetz“ im Ascari Hotel, Pulheim. Es handelt sich bei diesen Terminen entlang der neuen Trassen um vom BMWi bezahlte Alibiveranstaltungen, die die Anwohnerschaft beruhigen und die gesundheitlichen Gefahren von Höchstpannungsleitungen mit Verweis auf die rein rechnerische Einhaltung der in Deutschland (auch aus Expertensicht ohnehin viel zu lasch) angesetzten Grenzwerte verharmlosen sollen. Ziel ist es, den Protest der Anwohner zu minimieren und Widerstände gegen den Netzausbau auszuräumen

So war es denn an diesem Abend wohl auch zuviel verlangt, von der Referentin Dr. Hannah Heinrich auch nur den Ansatz von Verständnis für die Wut, Sorgen und Ängste Pulheimer Anwohner zu erwarten. Nach ihrer Meinung wären demnach auch Strommasten in 15 Meter Entfernung bzw. überspannte Wohngebäude weder aus landschaftlicher noch aus gesundheitlicher Sicht ein Problem. Auch ein möglicher Wertverlust von Immobilien würde durch die Masten „voraussichtlich nicht entstehen“. Das sehen wir anders!

Amprion_Buergemobil_Pulheim-Geyen
21.11.2018

Am 9.10.2018 gastierte das Infomobil der Firma Amprion in Pulheim-Geyen. Diese Art der „Bürgerbeteiligung“ hätte sinnvollerweise bereits vor dem Planfeststellungsverfahren für die neue 380 kV Wechselstromleitung und dem damit verbundenen Neubau der Masten entlang der Pulheimer Bebauung von Seiten des Netzbetreibers stattfinden müssen. Es fällt auf, dass sich diesbezüglich in Sachen Transparenz erst dann etwas tut, wenn Protest entsteht, wie im Rahmen der Anstrengungen unseres Vereins PBU e.V. sichtbar wird. 

Zur Beruhigung der zahlreichen erhitzten Gemüter betroffener Bürger reichten an diesem Abend allerdings ein paar lieblos kopierte Broschüren und auch die von Amprion gebrandeten Gummibärchen indes nicht. Auch der fortwährende Verweis in den Diskussionen auf die voraussichtlich eingehaltenen Grenzwerte und auf die Verantwortung der politischen Entscheidungsträger überzeugten keinesfalls. So haben doch letztlich Politik und Bundesnetzagentur die Ausbaupläne der Energielobby und der Netzbetreiber übernommen und nicht umgekehrt.