AKTUELLES
Aktionsbündnisse_gegen_Ultranet
10.04.2019

10.April 2019: Heute entscheiden die Mitglieder des Deutschen Bundestages über einen Gesetzentwurf, der den Energieleitungsausbau erneut beschleunigen soll. Allerdings gibt es bereits seit 2011 das Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG). Nun geht es um „die Beschleunigung der Beschleunigung“. Zu Lasten der Allgemeinheit werden hierbei den Übertragungsnetzbetreibern noch weitreichendere Befugnisse und Rechte zugestanden. Denn künftig sollen deren eigene Interessen für die Errichtung und Inbetriebnahme von Stromleitungen, Gaskraftwerken und Speicheranlagen genügen, ungeachtet des „öffentlichen Interesses“ oder einer ausreichenden und dem Gemeinwohl dienenden abgeschlossenen Bedarfsfeststellung. Diese Gesetzesfassung widerspricht der Verpflichtung für eine freie und soziale Markwirtschaft, ist gegen die Energiewende gerichtet und wird damit das Erreichen der Klimaziele verhindern.


PBU_Versuchskaninchen
27.03.2019

Amprion will keinen Präzedenzfall schaffen und lehnt die von PBU e.V. ausgearbeitete und von Pulheims Bürgermeister Frank Keppeler mit Vertretern der Stadtverwaltung in Gesprächen gebrachte Versetzung von vier Masten der Ultranet-Trasse ab.


Buergerinitiative_Niedernhausen_Eppstein
08.02.2019

Am 8. Februar 2019 besuchte Bundesminister Peter Altmaier die geplante Ultranet Trasse im südhessischen Niedernhausen und Eppstein. Dort stellte sich Altmaier zum ersten und bisher einzigen Mal der Kritik der von der umstrittenen Hybridleitung voraussichtlich betroffenen Bürger vor Ort.

Am Nachmittag zogen ca. 600 Menschen durch Niedernhausen, um für Mindestabstand, alternative Trassenverläufe in Form von Verschwenkungen und Erdverkabelung zu demonstrieren. Aufgerufen hatte das Aktionsbündnis Ultranet, in dem sich 18 Bürgerinitiativen entlang der Trasse zusammengeschlossen haben.

Zur anschließenden Diskussionsrunde in der Autalhalle waren ca. 1000 Zuhörer gekommen. Eine gute Gelegenheit, dem Bundesminister längst überfällige und z.T. entlarvende Fragen zu stellen und auch dem ebenfalls anwesenden Leiter der Bundesnetzagentur, Herrn Jochen Homann, auf die vorhandenen Unzulänglichkeiten der Trassenplanung hinzuweisen. Auch dem Bundesamt für Strahlenschutz wurde bzgl. bestehender Gesundheitsrisiken noch einmal auf den Zahn gefühlt.

Altmaier deutete zwar grundlegendes Verständnis für die Sorgen und Nöte der Menschen entlang der Trasse an, blieb jedoch sehr unkonkret, individuelle Lösungsansätze betreffend. Immerhin versprach der Minister, Verschwenkungen zu prüfen und auch zu ermöglichen. Leider zeigt sich indes jedoch die Vorhabensträgerin Amprion GmbH mitnichten gewillt, diesen Vorgaben zu entsprechen. Eine Erhöhung des Drucks von politischer Seite wäre daher unerlässlich. ( Edit: Die am 4.4.2019 verabschiedete Neufassung des NABEG sieht die Möglichkeit zur Verschwenkung ausdrücklich vor. In der Begründung des Gesetzestextes wird darauf als Mittel verwiesen, um eine möglichst große Akzeptanz an kritischen Punkten des Leitungsausbaus zu ermöglichen.)

Hans Hilbert von der BI Niedernhausen/Eppstein hat im Anschluss an den Besuch des Bundesministers in dem hier bereit gestetelltem offenen Brief an Herrn Altmaier und Herrn Homann die offensichtlichen Gefahren und Schwächen der Ultranetplanung noch einmal dezidiert aufgezeigt und auf den Punkt gebracht.


PBU_Spinne
23.01.2019

Am 23.01.2019 kam es in Pulheimer zum Treffen von Vertretern der PBU e.V. mit Bürgermeister Frank Keppeler (CDU) und dem Technischen Beigeordneten Martin Höschen. Am 24.01.2019 fand in der Hürther Stadtverwaltung eine öffentliche Anhörung mit Staatssekretär Bareiß, Vertretern der Bundesnetzagentur sowie der ebenfalls anwesenden Amprion GmbH statt. PBU zieht gemischte Bilanz aus den Terminen.


luftballon_vor_strommast
02.01.2019

Ein halbes Jahr nach der Gründung der Pulheimer Bürgerinitiative gegen Ultranet e.V. blicken Gründer und Mitglieder zufrieden auf das bisher Erreichte im Gründungsjahr zurück – aber der Verein steht auch vor gewaltigen Herausforderungen in 2019.